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Uta-Maria Freckmann

 

 

 

 

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Fragen und Antworten

Folgende Fragen wurden anonym gestellt mit dem Einverständnis, sie mit den Antworten  zu veröffentlichen

·       Spirituelle Erfahrungen und Phantasie

·       Psychose oder Spiritualität

·       Hören auf die Intuition

·       Eigene Gabe erkennen und leben

 

Spirituelle Erfahrungen und Phantasie

vor mehreren Jahren hatte ich mit mehreren spirituell Praktizierenden Kontakt. Ich selbst habe damals versucht, mir erstmal theoretisch/ intellektuell einen Überblick zu verschaffen und habe mir ein Phantasie- Konstrukt über den Berggipfel aufgebaut, das mit meiner eigenen Erfahrung, die sehr normal ist, nichts zu tun hatte. Damit bin ich dann zu einem spirituell Praktizierenden gegangen, den ich schon so prinzipiell für seriös halte. Er kannte mich damals noch gar nicht und er ist erstmal auf mein Phantasie-Konstrukt eingegangen und hat dies mit eigenen Erfahrungen ergänzt. Bald hat er gespürt, dass ich schwach war, was stimmte, und hörte sofort auf, mit mir über Spiritualität zu sprechen. Doch wie sagt man: Da war es schon passiert. Ich kann es ja nicht nachprüfen, was er so erzählt hat. Damals hatte ich eine Psychose und habe die letzten Jahre nicht wirklich gelebt. So langsam habe ich das Gefühl, wieder selbst ein bisschen mehr ins Leben zu kommen. Für mich ist das, was er erzählt hat, total verrückt. Er scheint aber körperlich gesund zu sein, sozusagen mit beiden Beinen fest im Leben zu stehen. Und da merke ich, wie ich selbst dastehe und frage mich, wie ich damit umgehe.

Zusätzlich habe ich in den letzten Jahren ein paar Dinge erlebt mit anderen Menschen, die ich jetzt hier nicht so konkreter beschreiben möchte. Aber ich habe das Gefühl, dass mehr Menschen spirituelle Erfahrungen machen, als ich immer so annahm. Es geht ja um meine eigene Erfahrung/Wahrnehmung. Das, was ich erlebt habe, ist, dass andere Menschen entweder von Erfahrungen berichteten (die ich nicht nachprüfen kann), oder solche Dinge, dass jemand zum Beispiel etwas über mich sagte, was richtig war, aber die Person mich gar nicht kannte und es so normal gesehen gar nicht wissen konnte, und ich mich frage: Woher wusste die Person das. So in der Richtung. Das war u.a. jemand aus dem Zen-Bereich, aber auch ein mystisch praktizierender Künstler. Ich glaube, ich habe ein großes Problem damit, diese Erlebnisse mit anderen Menschen einzuordnen. Ich kam mir irgendwie auch so langsam vor, dass um mich herum "unnormale" Dinge geschehen, so, als würde ich das fast schon wie ein Magnet anziehen. Aber diese "unnormalen" Dinge belasten mich. Andere finden es vielleicht spannend oder aufregend. Mir geht's nicht so.

Es ist ja wichtig, skeptisch zu sein und fundierte eigene Erfahrungen zu machen. Ich glaube, trotzdem habe ich mich ein bisschen verändert. In mir gibt es eine enorme Sehnsucht, dass ich mich nie mit diesen Themen beschäftigt hätte. Ich wusste gar nicht, auf was ich mich da einlasse. Vielleicht bin ich immer noch so zu von Dingen, die andere erzählt haben. Ich merke, dass ich enorm darunter leide. Ich glaube, ich kann seitdem gar keine normalen menschlichen Beziehungen mehr führen. Und das ist total schrecklich. Ich komme mir so lebensunfähig vor. Was mache ich denn jetzt am Besten?

Antwort von Uta-Maria Freckmann

Die Vielfalt der Ideen, Varianten und Methoden auf dem esoterischen Markt kann schon sehr verwirrend sein, aber bedenken Sie bitte, dass alle Einflüsse denen Sie begegnen nur Interpretationen von Menschen sind, gefiltert durch deren eigene Erfahrungen, Phantasien und Erlebnisse. Es wäre hilfreich wenn Sie unterscheiden lernen, dass nicht die Spiritualität es ist, die Ihnen nicht gut tut, sondern der Umgang mit den Berichten anderer Menschen. Daher ist es so wichtig selbst mit beiden Beinen fest auf der Erde zu stehen, bevor man sich mit diesen Themen beschäftigt, damit man seine Erdung nicht verliert. Vertrauen Sie auf Ihre Gefühle und beschäftigen Sie sich momentan mit irdischen Dingen (Aufenthalt in der Natur, Sport, Tanzen, Gartenarbeit, Hobbies pflegen etc.), einem strukturierten Leben, dass Ihnen Festigkeit und Halt gibt. Es ist ja trotzdem möglich, zum Beispiel durch das Gebet, Ihre spirituelle Seite zu leben, denn das scheint ein wichtiger Aspekt in Ihrem Dasein zu sein der berücksichtigt werden will.

Glauben Sie nicht daran, dass Ihnen irgend jemand anders die Welt erklären kann, sondern seien Sie ruhig skeptisch und machen sie Ihre eigenen Erfahrungen. Darauf aufbauend können Sie Schritt für Schritt vorgehen, so wie es Ihnen gut tut. Vielleicht beginnen Sie erst einmal mit aufbauender spiritueller Literatur, Gedichten, Sinnsprüchen, alles was Sie stärken kann? Was Ihnen an Inhalten missfällt, legen Sie einfach als unannehmbar ab, genau so wie Sie auch nicht jeden in Ihr Haus lassen würden der Ihnen begegnet. Beginnen Sie langsam, sich ein eigenständiges Weltbild aufzubauen das für Sie stimmig ist und das Ihnen gefällt. Wenn Sie dabei auf Ihre Gefühle hören und sich daran ausrichten, werden Sie mit der Zeit immer stabiler werden. Eine gute psychotherapeutische Begleitung, die Sie zeitgleich unterstützt bei Ihren Bemühungen, kann ebenfalls Wunder wirken.

 

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Psychose oder Spiritualität

Hallo,

ich würde mal gerne eine Einschätzung zu folgendem Sachverhalt hören:

2007 habe ich mich intensiv mit spirituellen Texten beschäftigt und mich mit vielen (im Nachhinein sage ich: Viel zu vielen) spirituellen Menschen unterhalten, Yoga-Lehrern, Reiki-Lehrern, Mystiker. Ich habe diese Zeit bis heute nicht verarbeitet, aber ich glaube, sie hat sehr stark an meinem bisherigen Weltbild/Werte etc. gerüttelt. So saß ich dann Anfang 2008 vor einem Psychologen und einer Ärztin und sprach eben aus, was mich so belastete: Ich war unsicher, ob Raum und Zeit etc. wirklich existierten, also an allerletzter Stelle. Ich hatte eben Texte gelesen, mich mit Menschen unterhalten, in dem es um das Nichts ging. Die Ärztin meinte daraufhin, das sei Realitätsverleugnung! Die andere Sache war, dass diese Beschäftigung 2007 mich eben hat zweifeln lassen, ob diese Menschen, die ich da so viel gefragt habe, wirklich verantwortlich umgegangen sind. Ich hatte nicht gesagt, dass ich krank bin, weil damals noch nichts diagnostiziert worden war und ich mir vom Gefühl her sehr unsicher war, aber ich habe von meiner schwierigen Vergangenheit erzählt, was ja, denke ich, eigentlich Hinweis darauf hätte geben müssen, dass ich sehr labil bin / oder sein könnte. Es war alles damals sehr krass. Wie gesagt habe ich es bisher nur in kleinen Teilen verarbeitet (aber ich habe das Gefühl, ich bin dabei..).

Mir wurde eben diagnostiziert, ich hätte eine Psychose. Ich bin psychisch definitiv erkrankt, aber eine Psychose ist eine sehr krasse Erkrankung. Wenn dem so sein sollte, "ok", aber ich frage mich eben, ob das stimmt. Woran erkennt man denn, dass es sich um Spiritualität handelt und wann ist es psychotisch? Könnt ihr dazu etwas sagen?

Antwort von Uta-Maria Freckmann

Ob es sich bei Ihnen um eine Psychose handelt oder nicht, kann ich Ihnen auf diesem Wege nicht beantworten, denn über eine Emailberatung ist dies nicht möglich und ich stelle keine Ferndiagnosen.

Was ich bei meiner Arbeit aber immer wieder erfahren muss ist, dass Labilität eine Ursache für eine Psychose sein kann. Große Unsicherheit kann ein Anzeichen sein für ungeerdete Medialität/Sensitivität und kann dazu führen, dass man sich sehr leicht fremdbestimmen lässt. Ein labiler Mensch tut gut daran, sich erst zu erden, sich eine eigene Meinung zu bilden und herauszufinden wer er ist und was er will, bevor er sich intensiv mit spirituellem Hintergrundwissen beschäftigt. Man geht hierbei von innen nach außen vor! Bevor man sich mit größeren Dimensionen auseinandersetzt, sollte man sich erst einmal selbst erkennen und seinen Willen festigen. Es ist hilfreich mit beiden Beinen fest auf dem Boden zu stehen und ein strukturiertes Leben zu leben, damit man nicht abhebt wenn man die vielen neuen Eindrücke aufnimmt, die mit spirituellen Themen einhergehen. Manche Wahrnehmungen können verunsichern, weil man sie nicht sofort einordnen kann, oder weil sie beängstigend sind, insbesonders wenn man eine sehr materialistische Weltanschauung gelebt hat.

Versuchen Sie, sich zu stabilisieren und sich durch Emotionalarbeit (Umgang mit der Angst, Kontakt mit dem inneren Kind - google-Stichworte) zu stärken, wenn Sie dies beherzigen sind Sie auf dem richtigen Weg.

 

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Hören auf die Intuition

Ich bin "zufällig" auf Ihre Seite gestoßen und möchte gerne Ihre beratende Hilfe in Anspruch nehmen.

Ich bin im 2. Reiki Grad (Usui-Reiki) eingeweiht und befasse mich auch sonst mit energetischem Heilen. Ich habe das Gefühl mit Reiki nicht mehr weiterzukommen und würde gerne wissen, ob es daran liegt, dass Reiki für meinen Seelenweg nicht mehr passend ist oder ich zu wenig "intensiv" praktiziere. Ich hatte auch mit einer Bewusstseinsschulung für Lichtarbeiter begonnen und bin dort bis zur Hälfte der Schritte gegangen. Ich für mich fand, dass es nicht mehr stimmig war.

Ich litt sehr lange an Problemen einer klaffenden Tube, und hatte nachdem ich mit Reiki begonnen hatte, lange Zeit eine "Ruhe". Nun seit ein paar Wochen höre ich wieder sehr oft mein eigenes Echo, was mich sehr nervös macht. Zudem leide ich an einer schleichenden Innenohrschwerhörigkeit und durch die bewusste Zuwendung zur Spiritualität erhoffte ich mir Selbstheilung.

Ein Bekannter, den ich über das Internet kennengelernt hatte, meinte meine Eigenschwingung sei sehr niedrig und ich solle mit der Lichtarbeiterschule weitermachen. Alles, von dem ich glaube, es sei nichts für mich, sei aber genau das Gegenteil. Ich hätte Heilerkräfte, müsse aber daran fest arbeiten. Ich habe gelernt, meiner Intuition zu vertrauen, bin jetzt aber oft im ZWEI-fel, also in der Dualität. 

Ich für mich glaube, dass es einen einfachen und leichten Weg gibt, auch wenn andere etwas anderes behaupten. Ich möchte meinen Lebensweg in Leichtigkeit und Freude gehen ohne Pflichtübungen. Ich bin bereit die Verantwortung dafür zu tragen, für alles, was ich mache und auch nicht mache. Gerne höre/lese ich Ihre beratende Meinung dazu. Ich freue mich auf ein Feedback.

 

Antwort von Uta-Maria Freckmann

Was Sie geschrieben haben, hat mich sehr gefreut. Es ist ersichtlich, dass Sie erkannt haben,  dass allein das Hören auf Ihre innere Stimme, das was für SIE stimmig ist, Sie wirklich weiter bringt. Daher wundert es mich nicht, dass manche Systeme jetzt nicht mehr passend erscheinen, denn möglicherweise sind jetzt andere Schritte nötig um IHREN WEG zu finden.

Mir scheint, für Sie ist es an der Zeit, Methoden und Techniken hinter sich zu lassen und sich intensiver von Ihrem Höheren Selbst führen zu lassen, Sie haben dies ja schon selbst sehr treffend erkannt. Von Menschen gemachte Techniken können nur eine Zeit lang auf dem spirituellen Weg begleiten, irgendwann wächst man darüber hinaus.

Hören Sie daher NICHT mehr darauf was ihnen andere Menschen erzählen, sondern hören sie nur noch auf sich!!! Allein was Ihre innere Stimme Ihnen vermittelt ist IHR ureigener Weg. Dabei handelt es sich um den Gedanken den Sie als ersten Impuls bei Entscheidungen wahrnehmen und ob sich Etwas stimmig anfühlt - nicht um innere oder äußere Stimmen die etwas vorschlagen.

Ob Sie dann Ihre Heilerkräfte ausbilden lassen wollen und von wem, oder ganz andere Wege gehen werden, das entscheiden Sie dann wenn es soweit ist und wenn Ihr Herz es Ihnen sagt. Nun weiß ich nicht recht, was Sie unter „Pflichtübungen“ verstehen. Das intensive Einlassen auf die innere Stimme könnte man auch schon als Übung und Pflicht bezeichnen, aber eigentlich ist das etwas, was zutiefst Freude bereitet und motiviert. Auch bemerkt man in der Rückschau, dass das Leben immer stimmiger und freier wird, auch wenn zwischendurch einige Prüfungen (Aufgaben) zu bestehen sind, das gehört nun mal zum Dasein dazu und zeigt an, wie ernst man es meint mit dem spirituellen Leben. Geprüft wird zum Beispiel ob man die inneren Werte auch nach Außen trägt und achtsam kommuniziert, ob man sie als ethische Wertmaßstäbe im Alltag integriert hat und ob man sich selbst annehmen und lieben kann.

Die Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme für alles was einem im Leben geschieht, ist eine gute Voraussetzung um alle bevorstehenden Herausforderungen zu bemeistern. Seien Sie guten Mutes, dass Ihr Höheres Selbst Sie auch mit Ihrem Hörproblem „erhören“ wird, denn oft findet manche gesundheitliche Irritation an dieser Stelle des Weges einen Ausklang. Ihre Beschwerden könnten symbolisch stehen für "Nicht (auf sich) hören wollen". Lassen Sie das Licht Ihres Höheren Selbst so oft Sie es mögen auf sich herunter strahlen und machen Sie sich damit Ihre Verbindung bewusst. Es ist immer der erste Impuls (die Seelenstimme) der bei Entscheidungen den richtigen Weg markiert, sowie das Gefühl, ob sich etwas stimmig anfühlt oder nicht.

 

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Eigene Gabe erkennen und leben

Erstmal vielen Dank für die vertrauensvolle, ehrenamtliche Unterstützung!

Ich erwache seit gut einem jahr spirituell und weiss nicht mehr recht weiter: nach einem plötzlichen Jobverlust und einer gleichzeitigen Knieoperation war ich im Sommer 2010 zum Innehalten gezwungen und wurde von liebevollen Mitmenschen wieder zum (christlichen) Glauben geführt - vermutlich von außen, weil ich meine innere Stimme immer ignoriert habe. Im Grunde war ich mit Studium und PR-Jobs nie ganz glücklich, habe vieles immer kritisch gesehen/gedacht und bin dadurch angeeckt. Habe auch keinen klaren Sinn in meinem Leben erkennen können. Bin Generalist, da mich vieles interessiert und ich vieles "aufsauge".

Nachdem mein letzter PR-Job im Herbst/Winter sich als totales Chaos erwies (mein Bauchgefühl war von Anfang an schlecht, aber mein Verstand hat sich durchgesetzt...), habe ich eine Auszeit genommen und war von März bis Juni 2011 im Ausland, da ich hier das Gefühl hatte zu ersticken! Obwohl ich sonst sehr sicherheitsorientiert bin, war mir alles egal. In Nord- und Südindien habe ich in sozialen Projekten gearbeitet, war aber nach 6 wochen völlig "überreizt", sodass ich in Thailand das dringende Bedürfnis hatte, erstmals für einige Tage zu meditieren. das hat mir sehr gut getan, so glücklich war ich schon ganz lange nicht mehr! Auch der Buddhismus hat mir in vielem die Augen geöffnet, sodass ich in Australien später beim Besuch des Dalai Lama näher dabei war. Dort hatte ich zum ersten Mal einen Trance-ähnlichen Zustand, in dem ich das Rad (achtfacher pfad) und eine Gruppe thailändisch gekleideter Mönche sah.

Frage: Wie kann ich unterscheiden, ob diese Symbole/Visionen von Gott oder von den Buddhisten kommen? Denn in Thailand im Kloster leben möchte ich nicht... etwas später hatte ich eine weitere Vision: ein Haufen in sich verschlungener brauner Schlangen in der Wüste, von dem sich eine Schlange entfernt (gefühlt bin ich das).

Frage: Was soll mir das sagen? Wo soll ich hingehen?

Seit vier wochen bin ich nun wieder in Deutschland, meist glücklich und gelassen und auf der Suche nach dem "richtigen" job, der am besten meiner Berufung entsprechen sollte. Ich bitte immer wieder um innere Führung (bekomme auch Hinweise), halte mich weitgehend an spirituelle Regeln, meditiere und mache Yoga (wie schon seit einigen Jahren). der beruf der Yoga-Lehrerin zieht mich sehr an, aber Zweifel bleiben, dass ich dazu berufen bin. Ich habe gelesen, dass wenn man seine höhere Bestimmung/Berufung erkannt hat, alles glatt und harmonisch läuft und sich rundum gut anfühlt.

Frage: Wie kann ich unterscheiden, ob dies an eigenen Zweifeln/ Blockaden liegt oder ob es wirklich noch etwas Passenderes für mich gibt? Nach Befragen meiner Seele (habe die Bücher von Sanaya Roman empfohlen bekommen und "verschlungen") habe ich einen Aeskulap-Stab gesehen, bin aber bei der Umsetzung noch ratlos, müsste ja eine neue Ausbildung machen, aber welche bloß und das als Arbeitslose...

Frage: Sollten Beruf und Berufung idealerweise zusammen fallen, sprich die Berufung einen ernähren können?

Ein weiteres Problem ist, dass ich mit meinen alten Freunden energetisch nicht mehr gut klar komme: ich möchte durch Zuhören und Ratschläge helfen, da sie natürlich merken, dass ich mich zum positiven verändert habe und neugierig sind. Dabei merke ich ständig, dass ich Energie verliere und wieder depressiv werde. Gestern im Kino hat ihr Tipp sehr geholfen, den Solarplexus mit der rechten Hand zu verdecken, da konnte ich meine Schwingung halten, glücklich und optimistisch bleiben. Aber das kann ich ja nicht den ganzen Tag machen, sehe ja aus wie "frau Napoleon" ;-), muss wohl mein Herz noch mehr öffnen, sagt meine Yoga-Lehrerin auch immer.

Frage: Wird sich mein Energieniveau mit spirituellem Wachstum stabilisieren oder ist die Grundschwingung in Deutschland einfach zu schlecht für mich?

Im Ausland war ich zum Teil glücklicher, vor allem in Nordindien und Thailand, auch unter Menschen. Ich bin emotional an meine Eltern/Freunde gebunden, aber an Selbstaufgabe sollte das ja nun nicht grenzen :-) Heute habe ich erstmals geträumt, dass ich mit anderen westlich gekleideten Yogis fliegen konnte, die Gegend sah aber wie Nordindien aus... ?! Für Ihre Tipps bin ich sehr dankbar!

Antwort von Uta-Maria Freckmann

Zuallererst möchte ich auf Ihre Fragen zu Ihrer Berufung/Bestimmung eingehen. Ihre Fragen zeigen, dass momentan eine gewisse Orientierungslosigkeit herrscht, was sich auf dem spirituellen Weg aber immer wieder in periodischen Abständen zeigen kann. Es ist eher ein Weg des „sich langsam Vortastens“, die meisten erfahren ihn als ein Lösen von Rätseln, Entschlüsseln von (versteckten) Symbolen und immer wieder in sich gehen. Man kommt dabei an seine Grenzen, um sie dann im nächsten Schritt bereitwillig zu überschreiten, davon berichten schon die alten Mystiker in ihren überlieferten Schriften. Das jemand geradlinig nach vorn strebt und genau weiß wo es langgeht, immer glückselig zufrieden und freudig, ist wohl eher ein Mythos. Was nicht heißen soll, dass nicht immer mal wieder eine leise innere Freude spürbar ist die anzeigt, dass man richtig ist dort wo man steht, oder man in der Rückschau sieht, dass man sich positiv entwickelt und die spirituellen Werte lebt. Selbst wenn man seine Berufung erkannt hat und schon länger darin aufgeht, wird man möglicherweise immer wieder mit seinen inneren Widerständen konfrontiert werden, die es zu hinterfragen gilt.

Meistens hat man im Laufe der Zeiten starke Glaubenssätze aufgebaut, die sich einem dann entschieden in den Weg stellen und die gelöst werden wollen, bevor man weitergehen kann. Dies können Muster sein die materielle Ängste berühren, Unzulänglichkeitsgefühle hervorrufen oder die mit Selbstzweifeln einhergehen (man spricht auch vom Hüter der Schwelle). Diese Ängste und Zweifel wollen angenommen und erlöst werden, dies tut man indem man sich ihnen zuwendet und sie aus dem Unterbewusstsein ans Licht holt, sie betrachtet und hinterfragt. Als Hilfe wie man dabei vorgehen kann, empfiehlt sich das Buch „Das Tao des Herzens“ von Safi Nidiaye. Leider kann man in einer Emailberatung nicht in der Tiefe auf diese Thematik eingehen, aber das Buch erklärt recht gut, wie man mit seinen Gefühlen besser in Kontakt kommen kann.

Bei Ihnen ist erkennbar, dass Sie wunderbar geführt werden, vertrauen Sie auf Ihre Träume und Visionen, wenn sie stimmig und im Einklang mit ihrem Gefühl sind. Dazu kann man noch zusätzlich auf „Visionssuche“ gehen, indem man über eine längere Zeit erfragt, was die Vision ist und dabei um Unterstützung bittet bei seiner inneren Führung, alles was an Ideen kommt bitte schriftlich festhalten. Die Übergänge vom reinen Broterwerb zur Berufung sind oft fließend, viele Menschen tasten sich langsam heran und bleiben noch im alten Beruf bevor sie ganz loslassen können. Dies ist schon deshalb ratsam, um nicht einen zu großen materiellen Druck auf die neue Tätigkeit auszuüben. Manchmal ändern sich die Methoden mit denen man arbeitet weil man sich weiter entwickelt, oder werden irgendwann ganz aufgegeben, zugunsten einer intuitiven Vorgehensweise. Der Äskulapstab als Symbol der Heilkunst bietet da ein breites Betätigungsfeld für Sie, Sie müssen sich nicht jetzt für den Rest des Lebens festlegen.

Aus Ihren Beschreibungen ist zu sehen, dass der achtfache Pfad Sie doch sehr anzuziehen scheint, was nicht heißt, dass Sie ein Klosterleben führen müssen, aber das Leben nach den buddhistischen Regeln kann ein Weg für Sie sein – denn viele Wege führen nach Rom (oder zu GOTT).

Nun zu Ihren Fragen zu Freunden, Familie und energetischem Befinden. Der Schlangentraum könnte auf emotionale Verwicklungen hinweisen die es noch zu lösen gilt, Sie erwähnen dies ja selbst in Bezug auf Familie und Freunde. Sie schreiben, dass Sie mit einigen nicht mehr gut klarkommen, dort könnte man zum Beispiel ergründen, wie oft und wie lange sich das Zusammensein mit dem jeweiligen Menschen gut anfühlt und entsprechend handeln, oder Sie schauen, wo es noch etwas zu bereinigen und zu verzeihen gibt. Es kann auch nötig sein große Menschenmassen zu meiden, da man energetisch ansonsten zu sehr geschwächt wird. Tatsächlich ist es so, dass der Energiezustand sich mit wachsender Herzensliebe und innerem Frieden stabilisieren kann, bis dahin kann man sich mit Selbstschutzübungen (Beispiele auf den Phoenix-Netzwerk Seiten: www.phoenix-netzwerk.de) behelfen.

Halten Sie sich immer ganz eng an Ihren GOTT und beziehen Sie Ihr Höheres Selbst in Ihre Entscheidungsfindung mit ein, dann wird Ihnen geholfen beim Herantasten und Enträtseln Ihres Weges und Sie kommen sicher ans Ziel, dafür wünsche ich Ihnen alles erdenklich Gute.

Uta-Maria Freckmann

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